Workamp 2011

Erlebnis Afrika: Workcamp in Mughese

 

Vom 14. August bis zum 11. September waren sechs junge Leute aus Deutschland als Workcampgruppe in Malawi.

Wie auch im Jahr zuvor, lief das Workcamp über die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste aus Köln.

Der Sinn hinter solchen Workcamps, die es auf jedem Kontinent gibt, besteht darin, dass sich die verschiedenen Kulturen gegenseitig kennenlernen und aktiver Kulturaustausch stattfindet.

 

„Die ersten drei Wochen unseres vierwöchigen Aufenthaltes wohnten wir im dem Gemeindehaus des kleinen Ortes Mughese in der nördlichsten Spitze von Malawi. Dort wohnten wir mit dem Priester Steven Bulambo und einem anderen Priester zusammen.“

Die Workcamper hatten dort eine Partnergruppe, die Kolping-Jugend Mughese. Diese bestehend aus ungefähr gleichaltrigen Malawischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Zusammen wurden die verschiedensten Dinge erlebt.

 

So wurde Wöchentlich der Markt im benachbarten Misuku oder auch die Familien der Partnergruppe besucht. Dort konnten sie die Familien kennen lernen und sehen, wie es in Malawischen Haushalten aussieht.

 

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Interessant waren auch die Messen in der Kirche. An einem Tag durften die Workcamper einer Kommunion- und Firmfeier beiwohnen, die der Bischof der neu gegründeten Diözese Martin Anwel Mtumbuka las.

„Da in Malawi in den Messen sehr viel getanzt wird, hat unsere Partnergruppe uns zuvor ein paar Tänze beigebracht, was uns jedoch recht schwer fiel. So war es für die Menschen in der Kirche ehr lustig, wie wir getanzt haben.“

Auch halfen die sechs aus Deutschland der Kolping-Jugend bei der Gartenarbeit. Die Kolping Jugend hatte wenige hundert Meter von dem Gemeindehaus entfernt einen eigenen Gemüsegarten angelegt, wo verschiedene Arten Kohl und andere Gemüsesorten angebaut wurden. So wurde an manchen Tagen gemeinsam Gemüse gepflückt, vom anliegenden Bach mit Gießkannen bewässert, gedüngt und mit Hacken umgegraben.

 

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„Häufig trafen wir uns mit der Partnergruppe zum Fußball oder Netball, oder machten andere Spiele. Auch haben wir eine Schnitzeljagd und eine Wanderung durch den Wald gemacht.“

Unteranderem bei den Wanderungen im Wald fiel ihnen auch die Schönheit der Natur im Norden Malawis auf, die im Gegensatz zum Rest des Landes, bedingt durch die Höhenlage, feuchter und somit viel grüner ist.

 

„Ein Highlight waren sicherlich die traditionellen Tanz-Feste in benachbarten Orten. Dort erlebten wir, wie die Malawier ihre stark besuchten Volksfeste feiern.

Mit Trommeln unterschiedlichster Größe und Tröten aus Flaschenkürbissen, die an Vuvuzelas erinnerten, spielten verschiedene Gruppen traditionelle malawische Musik. Dazu tanzten die Menschen traditionelle Tänze.“

 

Die letzte Woche verbrachte die Workcampgruppe in Eigenregie ohne die Partnergruppe. Diese Woche wurde für eine Rundreise durch Malawi genutzt.

Als erstes wurden sie von Father Steven Bulambo mit dem Pick-Up nach Livingstonia gebracht, wo er sie dann verließ und nach Mughese zurückkehrte.

In Livingstonia sahen sie sich unter anderem die Livingstonia-Wasserfalle an. Nach einer Nacht in der „Mushroom-Farm“ genannten Lodge, brachen sie Richtung Rumphi auf.

Da auf Grund der Benzinknappheit in Malawi die öffentlichen Verkehrsmittel sehr ausgereizt sind, machten sie die Erfahrung, wie es ist, mehrere Stunden im Laderaum einem geschlossenen Kleinlasters zusammen mit sechzig (!) anderen Mitreisenden zu fahren.

 

In Rumphi besuchten sie dann einen riesiges Gemüsegarten-Projekt, welchen unter der Leitung von Jacob Chihana, einem sehr engagierten Malawier steht.

Von dort aus, brachte Jacob sie zum Vwaza-Game-Reserve, einen der Wild- und Nationalparks in Malawi. Dort konnten die sechs Workcamper mehrmals eine Herde von fast vierzig Elefanten sehen, dir nur wenige Meter vor ihrer Schlafhütte vorbeizog, um am 100m entfernten See zu trinken.

Nach zwei Nächten dort wurden sie von Father Marc, der neue Priester der Gemeinde Mzambazi, abgeholt um sich den Ort Mzambazi anzugucken. In diesem Ort fand auch das Kolping-Workcamp im Jahr zuvor statt.

Von dort aus, fuhren sie zwei Tage später mit Bus in die Hauptstadt Lilongwe zurück, von wo aus der Flug nach Frankfurt, über Addis-Abeba (Äthiopien) zurückging.

Von diesem Workcamp waren alle Teilnehmer total begeistert. Die ganzen vier Wochen verliefen fast ohne Probleme, die Stimmung innerhalb der Gruppe und zu der Partnergruppe war absolut gut.

 

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Workcamp 2010

Workcamper erleben in Malawi grenzenlose Gastfreundschaft

 

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Begeistert und mit ganz vielen neuen Eindrücken sind die sechs Jugendlichen, die für vier Wochen in Malawi waren, zurückgekehrt.

„Wir waren erstaunt, mit welcher Herzlichkeit wir empfangen wurden und wie sehr sich die Malawier über unseren Besuch gefreut haben“, sind sich die größtenteils aus Riesenbeck stammenden Reisenden einig.

Sie waren als Workcampgruppe im August in das südostafrikanische Land gereist, um dort bei einem Gemüsegartenprojekt zu helfen und sich mit den Jugendlichen in dem sehr ländlichen Mzambazi auszutauschen.

Organisiert hatten das Workcamp die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste Köln mit Unterstützung des Treffpunkts Malawi.

Dass sie in guten Händen waren, spürten die Workcamper täglich: Gemeindepriester Steven Bulambo, der in diesem Jahr auch in Hörstel war, der aus Stuttgart stammende Workcampleiter sowie ein Freiwilliger, dessen mehrmonatige Arbeit in Mzambazi der Treffpunkt Malawi finanziell unterstützt, waren jederzeit für sie da. Auch wenn einige Teilnehmenden wegen der Umstellung zeitweise mit Fieber und Magen-Darm-Problemen kämpften, überwiegen ganz eindeutig die positiven Erlebnisse.

„Besonders berührt hat mich, als wir die Familien der Kolpingjugendlichen besucht haben“, berichtet Katharina Feldmann aus Riesenbeck. „In dem Haus gab es keine Möbel und es wurde extra für mich vom Nachbarn ein Stuhl ausgeliehen, damit ich sitzen konnte.“ Franziska Henkel zeigt sich besonders von den Liedern, die in der Messe gesungen wurden, beeindruckt.

„Ja, die Kirche war cool und die Menschen waren alle super lieb. In Deutschland würde niemand Fremde so begrüßen“, stellt Anne Börgermann fest. Fabian Grüter sieht die vierwöchige Reise insgesamt als einzigartige Lebenserfahrung, die er nicht mehr missen möchte. Den Zusammenhalt in der Gruppe beschreiben alle als bestens und das ist ihnen jetzt noch anzumerken.

Neben dem interkulturellen Austausch stand auch die Gartenarbeit auf dem Programm. Allerdings mussten sich die Malawier erst daran gewöhnen, dass ihre Gäste Unkraut zupften, das Gemüse wässerten und ernteten sowie in der Küche mit anpackten. So erkundigten sie sich immer wieder, ob es nicht zu anstrengend für sie ist. „Dabei hat es mir sehr viel Spaß gemacht, in der Küche auf offenem Feuer den Sima genannten Mais-Brei, das Hauptnahrungsmittel der Malawier, zu kochen“, gesteht die aus Ibbenbüren stammende Lara Hermann.

 

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Bei einer Schulabschlussfeier als Ehrengäste in der ersten Reihe zu sitzen, gehörte zu den Höhepunkten der Reise. Beliebt waren zudem gemeinsame Fußballspiele, an denen sich auch der Priester Steven Bulambo aktiv beteiligte. Zum Einsatz kamen dabei sogar die vor einigen Jahren vom Sportverein Teuto Riesenbeck gespendeten Trikots. Humor bewiesen die Malawier bei einem selbst inszenierten Theaterstück, in dem sie die typischen Verhaltensweisen der Gäste aufs Korn nahmen und zum Beispiel deren Defizite beim Tanzen imitierten. Die Besichtigung des Bienenprojekts in Chaboli war zwar mit einigen Stichen der aggressiven Wildbienen verbunden, dafür versüßte der hervorragende Honig ein wenig den Juckreiz.

 

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Wie bei Workcamps üblich, war nach drei Wochen im Projekt am Ende eine Woche Zeit, um sich dem Land auch touristisch zu nähern. So konnten die Jugendlichen Elefanten und Nilpferde im Vwaza-Nationalpark in freier Wildbahn und aus aller nächster Nähe erleben. Außerdem lieferte Nkhata Bay am Malawisee die Kulisse für traumhafte Fotos von Strand und Palmen. Für eine Nacht waren auch die malawischen Jugendlichen eingeladen, dort die Schönheit ihres Landes zu erleben. „Wir wissen nicht, was wir sagen sollen und sind einfach überwältigt“, war der Leiter der Kolpingjugend begeistert.

Das Afrika-Fieber hat die 18- bis 22-Jährigen voll erwischt: „Das war bestimmt nicht das letzte Mal, dass wir dort waren“, schwärmen sie. Um stetigen Kontakt zu halten und vor allem die Kolpingjugend in Mzambazi mit Hilfe zur Selbsthilfe zu unterstützen, wollen sich die Workcamper nun im Treffpunkt Malawi engagieren. Vorsitzender Thomas Schmiemann freut sich über die neuen Mitglieder: „Gerade die Jugendlichen sind für neue Ideen offen. Ein kurzer Draht zwischen den jungen Menschen ist ein wichtiger Baustein und deshalb ist auch der als Geschenk überreichte Laptop besonders hilfreich.“