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Mathews Phiri zu Besuch in Deutschland

20-08-2013 21:55 von Fabian Grüter

Im Juli/August 2013 besuchte Mathews Phiri, Vorsitzender des St. Michael’s Skills Development Centre Ekwendeni, auf Einladung der Kolping-Jugendgemeinschaftsdienste Deutschland. Um auch den persönlichen Austausch mit den Mitgliedern des Treffpunkt Malawi zu intensivieren war eine Station seiner Reise  Riesenbeck. Über den Aufenthalt des Malawiers in Deutschland und besonders Riesenbeck berichtete am  13.08.2013 die Ibbenbürener Volkszeitung:

Jugendlichen eine Zukunft geben

Bundesfreiwilligendienstler sind demnächst in Treffpunkt-Malawi-Projekt im Einsatz

 

HÖRSTEL. Mit vielen neuen Eindrücken reist Mathews Phiri zurück nach Malawi. Der 34-jährige Elektrotechniker ist ehrenamtlicher Vorsitzender einer Berufsschule, die Schneiderinnen und Tischler in Ekwendeni ausbildet. Der Treffunkt Malawi unterstützt das Projekt, das vor allem benachteiligten Jugendlichen eine Chance auf eine eigenständige Zukunft bietet.

Grund für den Besuch des Malawiers in Deutschland war allerdings nicht der Austausch mit dem Treffpunkt Malawi, sondern ein Seminar, zu dem die Kolping-Jugendgemeinschaftsdienste nach Köln eingeladen hatten. Mathews Phiri ist dort zehn Tage lang als Mentor fit gemacht worden, um demnächst in Malawi Bundesfreiwilligendienstleistenden mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Ende August kommen zwei junge Frauen nach Ekwendeni, um dort gemeinnützig zu arbeiten. Mathews Phiri hat die in Köln bereits kennengelernt und konkrete Vorstellungen von ihrem Einsatz. „[Die Schüler  des Zentrums] werden bislang in der Stammessprache und nicht in Englisch unterrichtet, sodass sie in den zentralen theoretischen Prüfungen Schwierigkeiten hatten.“ Hier sollen die Freiwilligendienstler die Englischkenntnisse der Auszubildenden verbessern helfen.

Im Anschluss an das Mentoren-Seminar was das Missionshaus der Weißen Väter in Hörstel für einige Tage sein zu Hause. Mathews Phiri startete von dort aus, um gemeinsam mit Mitgliedern des Treffpunkts Malawi ein abwechslungsreiches Programm zu erleben. „Die Menschen, denen ich hier begegnet bin, sind sehr freundlich und ich fühle mich bestens aufgenommen“, sagt Phiri dankbar.  Begeistert zeigt er sich auch von der Organisation des Programms: „Alles fand zur richtigen Zeit am richtigen Ort statt – das ist in Malawi nicht selbstverständlich.“

 

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Weil in Ekwendeni Tischler ausgebildet werden, war vor allem der Besuch bei der Tischlerei Schäfers in Riesenbeck interessant für den Gast aus Afrika. „Es ist erstaunlich, wie hoch Grad der Technisierung auch schon in einem mittelständischen Handwerksbetrieb ist.“

Eine heilige Messe im Kloster Gravenhorst, das Jugendzentrum in Hörstel, der Bauernhof Kitten in Püsselbüren, der Kolpingkindergarten in Riesenbeck und die Firma Keller HCW in Laggenbeck, die Maschinen für die Ziegelproduktion herstellt, waren weitere Stationen.

Einem Frühstück auf dem Hof Determeyer in Hörstel schloss sich ein inhaltlicher Austausch mit den Mitgliedern des Treffpunkt Malawi an. Auch der gesellige Teil kam nicht zu kurz. So genoss Mathews Phiri zusammen mit den Treffunkt-Mitgliedern Pizza aus dem selbst gemauerten Steinofen der Familie Werthmöller in Riesenbeck. Dort gab es auch ein Wiedersehen mit der Laggenbeckerin Kristin Droop, die im Frühjahr ein Praktikum in Malawi absolviert hatte.

Pläne für die Zukunft der Berufsschule in Ekwendeni hat Mathews Phiri auch schon: Nachdem unter Mithilfe der Riesenbeckerin Katharina Feldman die Strukturen aufgebaut wurden und dank zahlreicher Spenden qualifiziertes Lehrpersonal eingestellt werden konnte, sollen nun der Bau eines neuen Gebäudes vorangetrieben und das Berufsangebot erweitert werden. „Ausgebildete Maurer, Blechschmiede und Schuster werden bei uns gebraucht“, macht Phiri deutlich. Bei seinen Planung steht ihm in Malawi ein Gremium zur Seite, das sich aus im Dorf angesehenen Persönlichkeiten zusammensetzt, denen es ebenfalls ein Herzensanliegen ist, Jugendlichen eine solide Zukunftsperspektive zu bieten.“

 

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