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Kolpingsfamilie in Ekwendeni gegründet

19-11-2015 00:02 von Fabian Grüter

Intensive Kontakte durch malawischen Besuch in Deutschland

Riesenbeck. Eine erfreuliche Nachricht erreichte den Treffpunkt Malawi e. V.: In Ekwendeni hat sich eine Kolpingsfamilie gegründet. Vorsitzender ist Stuart Sumphi, der im Sommer in Riesenbeck zu Gast war. Thomas Schmiemann, Vorsitzender des Treffpunkt Malawi, ist begeistert, dass der Kolpinggedanke in dem südostafrikanischen Land weiter Fuß fasst. „Eine Kolpingsfamilie bietet ideale Voraussetzungen für die Hilfe zur Selbsthilfe. Denn die Menschen organisieren sich selbst, sprechen über aktuelle Probleme, arbeiten an gemeinsamen Lösungen und sind in ein weltweites Kolping-Netzwerk eingebunden“, erläutert er. 
Die 30 registrierten Mitglieder haben auch schon viele Ideen. So möchten sie eine Hühnerzucht und ein Gartenprojekt aufbauen, die Verantwortung für die von Freiwilligendienstlern aufgebaute Bücherei übernehmen und ein Frauenprojekt starten.

 

Zu Stuart Sumphi, der hauptberuflich die örtliche Grundschule leitet und sich ehrenamtlich im Vorstand des St. Michael’s Skills Development Centre einbringt, wo benachteiligte Jugendliche im Tischler- und Schneiderhandwerk ausgebildet werden, hat der Treffpunkt Malawi eine besonders gute Beziehung. Im Sommer war der Lehrer zunächst in Köln auf einer Mentorenschulung gewesen, um Freiwillige des „weltwärts“-Programm in Malawi betreuen zu können. Anschließend hatte der Treffpunkt Malawi ein abwechslungsreiches Programm für einen mehrtägigen Besuch in Riesenbeck zusammengestellt. Stuart Sumphi lernte die Tischlerei Schäfers, den Hofladen Junge Bornholt und das Sozialkaufhaus kennen. Der Bauernhof der Eltern von Treffpunkt-Mitglied Martin Kitten, die Firma ADLER Arbeitsmaschinen Nordwalde, deren Geschäftsführer Thomas Schmiemann und Treffpunkt-Kassierer Rainer Hackenfort sind, waren weitere Ziele. Ein Gottesdienstbesuch im Botanischen Garten in Dörenthe, ein Picknick mit Spendern an der Schönen Aussicht und ein Abschiedsabend auf dem Hof Determeyer in Hörstel rundeten das Programm ab. Dabei zeigte sich Stuart Sumphi fasziniert von der Sauberkeit und Ordnung sowie dem Einhalten von Regeln – vor allem im Straßenverkehr.

 

tl_files/tpm/images/News_2015-11-19_01.jpgDie Mitglieder des Treffpunkt Malawi lernten Stuart Sumphi bei seinem Deutschland-Besuch als besonders netten und engagierten Menschen kennen und freuen sich auf eine weitere gute Partnerschaft zu ihm und den anderen Projektverantwortlichen in Malawi.

 

Am Schluss des Deutschland-Besuchs konnte Stuart Sumphi begleitet von den Treffpunkt-Malawi-Mitgliedern August Helmig und Jürgen Keuter noch beim Internationalen Kolpingwerk in Köln Halt machen. „Das Gespräch mit Afrikareferent Volker Greulich war sicherlich die Initialzündung für die Gründung der Kolpingsfamilie in Ekwendeni“, ist Thomas Schmiemann überzeugt. „Auch dass Volker Greulich noch im November nach Ekwendeni reisen wird, bringt neue Impulse für den Aufbau der Kolpingarbeit in Ekwendeni.“
Gespannt sind die Treffpunkt-Mitglieder, wie sich das Ausbildungszentrum in Ekwendeni weiter entwickeln wird. Nachdem die erste Wahlperiode des ehrenamtlichen Vorstands der Schule abgelaufen war, wurde der bisherige Vorstand in den Ämtern bestätigt und um vier neue Mitglieder ergänzt. Überlegt wird, das Ausbildungsspektrum um neue Berufszweige und Bildungs-Workshops zu erweitern. Hier wird sich die aktuelle Freiwilligendienstlerin einbringen, die seit August für ein Jahr über die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste in Ekwendeni ist. In der Planung ist zudem, den Ausbildungsabsolventen Werkzeugkoffer zur Verfügung zu stellen, die sie schrittweise zurückzahlen, damit neue Absolventen davon profitieren. Zu gewährleisten, dass die Schüler eine warme Mahlzeit bekommen und dafür ein Schulgarten angelegt wird, ist eine weitere Aufgabe, der sich der neue Vorstand des Ausbildungszentrums stellen muss.

 

„Wir freuen uns über die vielen Initiativen, benötigen aber auch weiterhin Spenden, um mit Anschubfinanzierungen eine Starthilfe zu geben“, erklärt Thomas Schmiemann. „Durch die Riesenbeckerin Katharina Feldmann, die zurzeit im Rahmen ihres Studiums in Malawi arbeitet, und die aktuelle Freiwilligendienstlerin Nastasia Herzog aus Leverkusen haben wir einen nachhaltigen Draht nach Malawi. Zudem planen die Kolping Jugendgemeinschaftsdienste im September 2016 wieder ein Workcamp, so dass dies zusätzliche Kontakte ermöglicht.“

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