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Corona in Malawi

01-05-2020 18:00 von Fabian Grüter

Treffpunkt Malawi unterstützt Herstellung von Masken

Das Corona-Virus macht auch vor Afrika nicht Halt: Zwar sind in Malawi Stand 26.04.2020 erst 34 Krankheitsfälle sowie zwei Todesfälle bekannt, aber die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auch jetzt schon in Malawi deutlich zu spüren. Die Grenzen zu den meisten Nachbarländern sind gesperrt und der internationale Luftverkehr ist eingestellt. Malawi ist damit von der Außenwelt abgeschnitten. Auch das vom Treffpunkt Malawi unterstützte Ausbildungsprojekt in Ekwendeni ist betroffen. Es musste wie anderen Schulen und Ausbildungseinrichtungen auch bereits Ende März schließen.

 

 

Der Schutz vor dem Virus ist wie überall wichtig. In Malawi besonders: Die Krankenhäuser sind für große Teile der Bevölkerung kaum erreichbar, die Ausstattung dort ist schlecht und die Anzahl der Intensivbetten und Beatmungsplätze ist fast gleich null. Das Gesundheitssystem des südostafrikanischen Landes steht auch ohne Covid-19 schon vor dem Kollaps und die Testmöglichkeiten sind äußerst beschränkt. Dies stellt die rund 18 Millionen Einwohner vor eine immense Herausforderung, das Virus möglichst in Schach zu halten. 
Stoffmasken sind dazu ein kleiner Beitrag. Jedoch haben gerade die Ärmsten der Armen Schwierigkeiten, für das wenige Geld, über das sie verfügen, dem freien Markt Masken oder Stoff dafür zu kaufen. Hier hilft nun der Treffpunkt Malawi e. V., der seit Jahren das St. Michael’s Skills Development Centre unterstützt, wo neben Schreinern auch Schneiderinnen ausgebildet werden.

 

 

Als am 18.04.der Projektantrag beim Treffpunkt einging, um in Eigenregie Stoffmasken zu nähen sowie Seife zu kaufen, um einen sicheren Produktionsprozess zu gewährlisten, überlegten die Vorstandsmitglieder des Treffpunkt Malawi nicht lange und transferierten das dringend benötigte Geld. Nun nähen seit dem 20.04. einige Schülerinnen, unter Wahrung des auch in Malawi empfohlenen Mindestabstands von 1,5 m, Stoffmasken und verteilen sie vor allem an besonders Bedürftige, Kolpingmitglieder und an die Krankenstation in Ekwendeni. Außerdem wird Informationsmaterial zusammen mit den Stoffmasken ausgegeben. Laut des in der letzten Woche eingegangenen Zwischenberichts können etwa 200 Masken am Tag genäht werden.

 

 

„Dank der geleisteten Spenden an unseren Verein können wir einen kleinen Beitrag dazu leisten, die Infektionsrate zumindest in Ekwendeni zu verlangsamen“, hofft August Helmig, Vorsitzender des Treffpunkt Malawi.

 

Wer die Arbeit des Treffpunkt Malawi unterstützen möchte kann dies mit einer Spende tun. 

VR-Bank Kreis Steinfurt eG, IBAN DE46 4036 1906 0905 3336 00

 

 

 

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