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Aktueller Bericht über die Reise von Kristin Droop

18-07-2013 21:09 von Oliver Werthmöller

Hilfe für Aidswaisen in Malawi – Teufelskreis der Armut durchbrechen Studentin Kristin Droop absolviert Praktikum

Der Treffpunkt Malawi, der das Aidswaisenprojekt von Schwester Beatrice schon lange unterstützt, freut sich, wieder direkt aus erster Hand zu erfahren, wie die aktuelle Situation in dem Projekt ist. Neben dem persönlichen Austausch vor und nach der Reise gibt ein ausführlicher Praktikumsbericht tiefe Einblicke. Beeindruckt zeigt sich die 21-jährige Afrikabegeisterte zum Beispiel von dem Fleiß, den die Schülerinnen und Schüler an den Tag legen. „Sie werden motiviert durch den Wunsch nach Unabhängigkeit und die Pflicht, zum Wohle der Familie etwas zu erreichen. Auch Dankbarkeit für Unterstützung spielt dabei eine Rolle“, stellt Kristin Droop fest. Dennoch darf die psychische Situation der Waisen nicht unterschätzt werden. Sie müssen mit dem Verlust der Eltern fertig werden und wenn sie das älteste Kind in der Familie sind, viel zu früh Verantwortung für die Geschwister übernehmen. Dadurch haben sie weder Zeit noch Geld für eine Schulbildung und geraten immer weiter in den Teufelskreis der Armut. Die Anforderungen an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem Projekt sind hoch, denn sie müssen eine stabile Beziehung zu den Kindern aufbauen. Wenn es irgendwie möglich ist, sollen die Kinder aber nicht in einem Heim leben, sondern in ihrer gewohnten Umgebung bleiben. Dieser Zusammenhalt in der weiteren Familie ist lebensnotwendig.

 

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Kristin Droop war es während ihres Praktikums ein besonderes Anliegen, die Kinder einfach ihre Lebensgeschichte erzählen zu lassen, ihnen eine Stimme zu geben und ihnen zuzuhören. Aber auch für die Laggenbeckerin sind diese Erfahrungen mit den Kindern wertvoll – möchte sie doch später Grundschullehrerin werden.
Plötzliche Ereignisse wie die Erdbebenserie 2009/2010, die Überschwemmungen im Jahr 2011 sowie der vor kurzem kaum zu bekommende Treibstoff verschärfen die ohnehin schon schwierige Lage für die steigende Zahl von Aidswaisen. „Ich bewundere, wie sehr sich die Menschen in Malawi über das Wenige, das sie haben, freuen. Dagegen tun wir uns oft schwer mit kleinsten Problemen“, relativiert Kristin Droop die Situation in Deutschland.
Für zwei Wochen machte die Studentin dann in Ekwendeni Station. Dort gibt es ein vom Treffpunkt Malawi gefördertes Ausbildungszentrum, in dem benachteiligte Jugendliche zu Schneiderinnen oder Tischlern ausgebildet werden.

 

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Nachdem die Riesenbeckerin Katharina Feldmann vor Ort die Anfänge intensiv begleitet hatte und auch demnächst wieder dort sein wird, konnte Kristin Droop nun die Weiterentwicklung dokumentieren. Sie führte Interviews mit dem Vorstand, Schülern und dem Bischof, die auf www.youtube.com veröffentlicht sind.
Wer die Projekte des Treffpunkt Malawi e. V. unterstützen möchte, kann auf folgendes Konto spenden: Volksbank Tecklenburger Land eG, BLZ 403 619 06, Konto-Nr. 905 333 600

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