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Austausch mit Referent vom Kolpingwerk aus Köln

13-06-2014 14:02 von Fabian Grüter

Kolping in Malawi voran bringen

Riesenbeck. Neue Impulse für seine Entwicklungshilfearbeit nahm der Treffpunkt Malawi mit aus einem Klausurwochenende am Alfsee bei Osnabrück.

 

Welche Strategien bei der Kolpingarbeit in Afrika erfolgreich sind, stellte Volker Greulich anschaulich vor. Er ist in Köln bereits seit vielen Jahren Projektreferent beim Sozial- und Entwicklungshilfe des Kolpingwerkes e. V. (SEK). Die 13 Vorstandsmitglieder waren sich einig, dass die Kolpingidee sowohl in den bestehenden Kolpingsfamilien in Mzambazi als auch in Ekwendeni, wo der Treffpunkt eine Berufsschule unterstützt, weiter nach vorne gebracht werden kann. Volker Greulich wird Ende des Jahres wieder auf Dienstreise in Afrika unterwegs sein und plant, dabei auch die Projekte des Treffpunkts Malawi zu besuchen. „Von seinen Erfahrungen können die Malawier sicherlich profitieren – erst recht, wenn der Referent vielleicht noch von tansanischen Kolping-Aktiven unterstützt wird“, freut sich Thomas Schmiemann, Vorsitzender vom Treffpunkt Malawi e. V.

 

Derzeit legt das SEK in Afrika seinen Schwerpunkt auf die ländliche Entwicklung – sind doch die Menschen dort ganz überwiegend Bauern. Aber auch die Ausbildung ist nach wie vor von Bedeutung. Hier berichtete Volker Greulich, dass oftmals eine solide informelle Ausbildung erfolgversprechender sei als eine Ausbildung mit Diplomabschluss. Neue Geschäftsfelder sind Handy-Reparatur und Beauty Care wie beispielsweise das Flechten von Haaren. Ganz einfache Methoden wie die Ertragssteigerung durch organischen Kompost auf den Feldern führen ebenfalls zu einem höheren Einkommen und mehr Selbstständigkeit. Damit dies langfristig gelingt, legt das Kolpingwerk Wert darauf, die Menschen  nicht zu Almosenempfängern, sondern zu Akteuren zu machen. Dieses Ziel liegt auch dem Treffpunkt Malawi am Herzen.

 

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Wie der Bau der Berufsschule in Ekwendeni voran geht, berichtete Katharina Feldmann, die regelmäßig nach Malawi fliegt. „Die Steine wurden schon in Eigenregie gefertigt und stehen bereit“, so die gebürtige Riesenbeckerin, die zurzeit in Darmstadt studiert. Allerdings ist dem Treffpunkt Malawi wichtig, dass auch die rechtlichen Fragen abschließend geklärt sind, um so das Projekt langfristig zu sichern. Schon jetzt werden Schneiderinnen und Tischler ausgebildet und das Lehrpersonal finanziell vom Treffpunkt Malawi unterstützt, weil vor allem die benachteiligten Jugendlichen kein Geld haben, um Schulgebühren zu zahlen. „Uns ist es wichtig, dass die Jugendlichen eine Perspektive erhalten, in Zukunft eigenes Geld zu verdienen“, erklärt Katharina Feldmann. Ein Anfang ist gemacht, denn die Schülerinnen nähen Taschen, die in einem Shop in Ekwendeni verkauft werden. Auf dem Martinimarkt im vergangenen Jahr waren ebenfalls einige Exemplare vorgestellt und verkauft worden.

 

Ein wichtiger Punkt in der Workshop-Arbeit war die Bildungsarbeit in Deutschland. Neben einer Autorenlesung soll nach Kooperationsmöglichkeiten mit anderen Bildungseinrichtungen gesucht werden. Zeit nehmen sich die Mitglieder des Treffpunkt Malawi zudem für die Begleitung von Ehrenamtlichen, die vom entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“ nach Malawi entsandt werden. Vor der Reise sind nicht nur Informationen über Land und Leute, sondern auch über die Projekte von Bedeutung. Ein Austausch per Telefon und E-Mail während des meist einjährigen Aufenthalts sowie danach ist für alle Seiten sehr sinnvoll.

 

Damit möglichst viele Vorstandsmitglieder an dem Wochenende in der Jugendherberge am Alfsee teilnehmen konnten, war auch für eine Kinderbetreuung gesorgt. „Außerdem konnte so bereits die nächste Generation Treffpunkt-Luft schnuppern“, schmunzelt Thomas Schmiemann.

 

Etwa alle zwei Jahre trifft sich der Vorstand an einem kompletten Wochenende, um neue Strategien zu erarbeiten. Erstmals waren nun Margret Feldmann und Fabian Grüter dabei. Um sich besser kennen zu lernen und das nachzuholen, was bei den monatlichen Vorstandssitzungen zu kurz kommt, tauschten sich abends alle in geselliger Runde aus – auch außerhalb der Afrika-Thematik. Wer beim Treffpunkt Malawi mitarbeiten möchte, ist herzlich eingeladen. Hier auf dieser Website finden sie die Kontaktdaten. Auch Informationen zum Spendenkonto oder zur Mitgliedschaft finden sich hier.

 

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Foto: Die Mitglieder des Treffpunkt Malawi e. V. verbrachten ein Klausurwochenende, um neue Ideen für die Entwicklungshilfearbeit zu sammeln.

hintere Reihe v. l.: Jürgen Keuter, Katharina und Margret Feldmann, Fabian Grüter, Jutta und Christoph Menker, Thomas Schmiemann, Hermann Determeyer

vordere Reihe v. l.: Lina und Oliver Werthmöller, Malte, Rainer und Lennart Hackenfort, Katharina Bäumer, Hannah und Rendel Werthmöller, Sandra Wilde

 

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